Schule in Zeiten der Klimakrise

Bild: Freepik

Wie gelingt Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Samstag, den 26.11.2022, ganztägig, Veranstaltungsort: Eichendorffschule in Erlangen

Kooperationsveranstaltung zwischen der Stadt Erlangen und dem Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

 

 

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) spielt in der Lehrkräftebildung an der FAU in vielerlei Hinsicht eine Rolle. Professor/-innen und Wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen werden an diesem Tag zahlreiche Vorträge und Workshops zu vielen verschiedenen Facetten darbieten: unter anderem zu den Themen Globales Lernen, BNE und Digitalisierung, Umgang mit Emotionen in einer BNE, BNE als kulturelle Bildung, BNE in der Wirtschaftsdidaktik, naturwissenschaftliche Hintergründe für eine BNE und vieles mehr.

Besonderes Highlight: Schulen und außerschulische Akteure in der Region präsentieren auf einem Markt der Möglichkeiten BNE ihre Aktivitäten in Bezug auf Bildung für nachhaltige Entwicklung. Hier werden gelungene oder geplante Projekte, aber auch Angebote für Schulen an Ständen dargestellt sowie Unterrichtsansätze oder auch Arbeitskreise mit ihren Vorgehensweisen und Erfahrungen. Der Markt der Möglichkeiten BNE soll inspirieren, motivieren und ein erster Aufschlag zu einer guten BNE-Vernetzung sein. Das Ganze wird Fortbildungscharakter für Lehrende (Lehramtsstudierende, Lehrkräfte, Schulleiter/-innen) haben und zugleich dem Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis dienen.

 Download Flyer (aktualisiert)

Anmeldung

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte und Lehramtsstudierende, weitere Interessierte sind willkommen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung notwendig. Als Lehrkraft können Sie sich über FIBS anmelden: https://fibs.alp.dillingen.de Fortbildungslehrgang Nr. 318727-1. Auf diese Weise können Sie sich die Teilnahme als Fortbildung anrechnen lassen und erhalten eine Bestätigung. Sie können sich aber auch formlos über umweltbildung@stadt.erlangen.de anmelden. Anmeldeschluss war der 18.11.22 – über eine formlose Mail können Sie sich jedoch immer noch zur Teilnahme anmelden!

 

Programmübersicht

 

 

Informationen zu den einzelnen Programmpunkten

Kurze Grußworte und eine inhaltliche Einführung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung eröffnen die Veranstaltung.

 

Dr. Steffi Schieder-Niewierra ist Leiterin des Zentrums für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der FAU.

Sabine Bock ist Leiterin des Referats für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Erlangen.

Dr. Katrin Valentin ist wissenschafltiche Mitarbeiterin an der FAU (Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung) und dort zuständig für Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Lehrkräftebildung.

Janina Baumbauer ist Mitarbeiterin im Amt für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt Erlangen und dort zuständig für Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Helmut Klemm ist Leiter der Eichendorffschule Erlangen und Gastgeber.

Sophie Nolte ist Schülerin und bei den Fridays for Future Fürth aktiv.

Nachrichten über Einflüsse des Klimawandels und anderer menschenverursachter Umweltveränderungen nehmen immer dramatischere Ausmaße an und werden in der Zukunft weiter zunehmen. Gleichzeitig existiert in den Medien oft ein Begriffswirrwarr und viele Menschen verweigern sich den Erkenntnissen der Wissenschaft oder verdrängen sie. Phänomene wie der Klimawandel erfordern eine interdisziplinäre Herangehensweise – nicht nur bezüglich ihrer Lösungen, sondern auch bezüglich ihres Verständnisses. Naturwissenschaftliche Kenntnisse des Erd- und Klimasystems müssen daher Bestandteil von BNE-Initiativen in der Schulbildung sein, um die eigene Urteilsfähigkeit zu stärken und gegenüber Falschinformationen resilient zu sein.

 

Prof. Dr. Achim Bräuning hat den Lehrstuhl für Geographie (Physische Geographie) am Institut für Geographie der FAU inne.

Der Vortrag beleuchtet aus der Perspektive der International und Interkulturell Vergleichenden Erziehungswissenschaft die internationalen Bezüge des Konzeptes der Bildung für nachhaltige Entwicklung und seiner Umsetzung, stellt ausgewählte Studien zur Erforschung des Konzeptes aus dieser Perspektive vor und diskutiert Möglichkeiten für die Umsetzung des Konzeptes im Rahmen der internationalen Bildungsarbeit an Schulen und in Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen.

 

Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine hat den Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Diversity Education und internationale Bildungsforschung am Institut für Erziehungswissenschaft der FAU inne.

„Nachhaltigkeit“ ist heute ein inflationär gebrauchter Begriff. Kaum noch ein Unternehmen, das sich Nachhaltigkeit nicht auf die Fahnen schreibt, kaum noch ein Produkt, das kein grünes Logo ziert – und kaum noch Konsument:innen, die nicht angeben, nachhaltig einzukaufen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Gummibegriff „Nachhaltigkeit“, wie kann eine nachhaltige Entwicklung aussehen, und wie nachhaltig sind wir als Konsument*innen wirklich?

Klemens Hering ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management der FAU. (Prof. Fifka, der ursprünglich für den Vortrag vorgesehen war, ist leider verhindert.)

Schulen und außerschulische Akteure stellen Ihre Erfahrungen, Projekte, Angebote und Ideen vor. Vertreten sind unter anderem:

 

Schulen:

Adalbert-Stifter-Grundschule: Die Steuergruppe „Schulentwicklung“ präsentiert Inhalte und Ziele des „FREI DAY“ in Anlehnung an „Schule im Aufbruch“ und erste Erfahrungen bei dessen Einführung und Umsetzung an der Schule.

Eichendorffschule: Die Ackerschule stellt das Konzept „Schulen der Schule“ vor und zeigt, wie im Ganztag Gemüse im Schulgarten angebaut wird und Projekte mit den Kooperationspartnern GemüseAckerdemie, Jugendfarm und Abenteuerspielplatz Brucker Lache umgesetzt werden.

Heinrich-Kirchner-Grundschule: Präsentiert wird ein ActionBound zum Thema Nachhaltigkeit im Stadtteil.

Marie-Therese-Gymnasium: Die Schulleitung präsentiert nachhaltige Konzepte zur Schulorganisation, zur Beschaffung von Verbrauchsmaterialien und zum Gebäudemanagement in Annäherung an einen Whole School Approach. Zudem werden Ergebnisse eines P-Seminars in Form einer interaktiven Ausstellung zum Thema „Mikroplastik in der marinen Umwelt“ gezeigt.

GS/MS Pestalozzistraße: Es werden verschiedene Angebote des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnen-Verbands zur Umsetzung der BNE-Ziele im Unterricht und Schuljahresverlauf präsentiert.

Freie Waldorfschule: Der Nachhaltigkeitskreis stellt die Etappen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes in verschiedenen Bereichen der Schule vor, um CO2-neutral zu werden.

Wirtschaftsschule: Die Modellschule „Wirkstatt Nachhaltigkeit“ gibt einen Einblick in ihr „faires“ Schulleben. Neben der Vorstellung des einzigen 100 % nachhaltigen Übungsunternehmens Bayerns werden verschiedene praxiserprobte Fair Trade-Aktionen und Umsetzungsmöglichkeiten an der Schule aufgezeigt.

Der Stand vom Helene-Lange-Gymnasium Fürth muss leider wegen Krankheit ausfallen.

 

Außerschulische Lernorte:

Amt für Umweltschutz und Energiefragen: Der Fachbereich BNE stellt ausleihbare Unterrichtsmaterialien wie ein Climate Escape Game, Ökologische Fußabdrücke und das Weltverteilungsspiel vor.

Botanischer Garten: Es werden die Möglichkeiten außerschulischen Lernens im Botanischen Garten präsentiert und eine buchbare Wanderausstellung für Schulen mit dem Titel “Was blüht uns morgen?” gezeigt.

Climate Connect: Der Climate-Hub Erlangen und das Grüne Schulnetzwerk werden vorgestellt.

Experiminator: Der freie Umweltpädagoge und Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken informiert über die Erlanger Bildungsprogramme Naturforscher:innentage und Zukunftsacker sowie Schulprojekte im botanischen Garten.

Jugendkunstschule: Vorgestellt wird das Projekt „Klima Klasse – Klasse Klima“, das im Ganztag als Teil des Projekts Freiräumen des LJKE Bayern in einem offenen Gestaltungsprozess umgesetzt wurde. Dazu gehört die JuKS-Box mit kreativen Anregungen und konkrete Aufgaben, Aktionen im Außenraum in unterschiedlichen künstlerischen Formaten zum Thema Klima, eine Filmdokumentation und eine Klimakonferenz im Ratssaal.

Kunst- und Kreativpädagogin: Das Schulprojekt „Energiewende“ zeigt, wie Kinder und Jugendliche auf praktisch-emotionaler Ebene Möglichkeiten zum Thema „Erneuerbare Energien“ erforschen. Schüler*innen können sich dadurch in eigenen kreativen Lösungswegen üben, um handlungsfähige Ideen der Stromerzeugung und Einsparung in Zeiten der Klimakrise finden zu können.

Schule im Aufbruch Bayern: Die Initiative setzt sich für eine ganzheitliche und transformative Bildung im Sinne einer BNE ein. Es wird der Whole School Approach vorgestellt, ein Ansatz für die Umsetzung von BNE in Schulen, bei dem alle Bereiche und Beteiligten mit einbezogen werden.

Umweltstation Jugendfarm: Es werden die BNE-Angebote für Schulklassen vorgestellt und gezeigt, wie BNE an außerschulischen Bildungsorten wie der Jugendfarm erlebt werden kann. Eine Besonderheit der Umweltstation ist der Schwerpunkt Inklusion.

Weltladen: Hier geht es um Globales Lernen. Es werden die buch- und ausleihbaren Bildungsangebote präsentiert wie Workshops (SDGs, Klimagerechtigkeit, Fairtrade), Ausstellungen, Stadtführungen oder Escape Games.

Zentrum für Lehrkräftebildung: Darstellung wichtiger Internetplattformen, die Unterrichtsmaterialien zu Bildung für nachhaltige Entwicklung zum kostenlosen Download anbieten.

 

Dieser Workshop muss leider aufgrund von Erkrankung abgesagt werden.

Die Ursachen und Folgen des Klimawandels sind komplex und mehrdimensional. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich des Klimawandels erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Im Workshop werden Sie mit Unterrichtsszenarien arbeiten, die für den interdisziplinären Unterricht entwickelt wurden und Methoden des forschenden Lernens mit Digitalisierungs- und Gamification-Elementen kombinieren. Der Schwerpunkt liegt auf der interaktiven Auseinandersetzung mit den verschiedenen Szenarien und Methoden mit dem Ziel, Lehrer*innen in neuen Ansätzen für die Gestaltung eines abwechslungsreichen Unterrichts zu unterstützen.

 

Sónia Hetzner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Lern-Innovation der FAU.

Nachhaltigkeit zu verwirklichen bedeutet immer auch eine Veränderung etablierter Lebensformen, Wirtschaftsformen, Konsumformen usw. Kurz: Nachhaltigkeit erfordert die Transformation menschlicher Kultur. Hierfür können Bildungsformen von Bedeutung sein, die Freiräume für ein Experimentieren mit kulturellen Formen und Praktiken eröffnen und die eine Befragung alltagskultureller Formen wie z.B. Wohnkultur, Kleidungskultur, Freizeitkultur usw. ermöglichen.

Inwiefern solche Formen kultureller Bildung am formalen Bildungsort Schule ihren Platz haben können und weshalb es sich angesichts dieser Bildungsherausforderungen lohnen könnte, Schule als Kulturort zu verstehen, möchte der Vortrag erkunden.

 

PD Dr. Leopold Klepacki ist Akademischer Direktor am Institut für Pädagogik und dem Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung der FAU.

Nach einer kurzen Einführung lernen die Teilnehmenden im Workshop das Arbeiten am Nachhaltigkeitsstrahl kennen. Diese Methode ist einfach anwendbar und leicht im Klassenraum umzusetzen: Bildkarten zum Anbau der Banane, zu nachwachsenden Rohstoffen oder Kakao ermöglichen den Schüler:innen ein Nachdenken und Reflektieren. Das Einordnen erfordert schließlich eine Abstimmung in der Gruppe und führt so zu einem tieferen systemischen Verständnis.

In diesem Workshop wird das Bildungsprojekt ‚Nachhaltige Expedition‘ der Lernorte „Botanischer Garten der FAU“ und „Dritte Welt Laden Erlangen“ vorgestellt – ein Beispiel für die Verbindung von Biodiversitätsbildung und politischer Bildung: Pflanzen als wichtigste menschliche Lebensgrundlage sind verantwortlich für das Funktionieren unserer Biosphäre, für Schutz vor Witterungseinflüssen, Nahrung und als Basis unserer Kultur. Als solches ist die Pflanze auf komplexe und vielseitige Weise in unsere Lebensprozesse eingebunden. Am Beispiel der Banane wird durch ein Nachdenken und Reflektieren über die politischen Parameter, die mit Anbau und Konsum verbunden sind, ein tieferes systemisches Verständnis gefördert.

 

Katrin Simon ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Botanischen Garten der FAU.

Planspiele im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung bieten nicht nur Lernchancen im Sinne des systemischen Denkens und Perspektivwechsels, sie bieten auch Zugänge zu verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Zeit und Raum. In diesem Workshop werden einfach durchzuführende, aber auch komplexe Planspiele im Bereich BNE vorgestellt sowie Hinweise zu Auswertung und Reflexion des Erlebten gegeben. Planspiele und Simulationen ermöglichen es, in komplexen Systemen die Konsequenzen von individuellen und kollektiven Entscheidungen zu erleben. Sie helfen, Systemkompetenz zu trainieren und Entscheidungen besser hinsichtlich ihrer Folgen abzuschätzen.

 

Prof. Dr. Thomas Eberle hat den Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt für Schulentwicklungsforschung und Experiential Learning am Institut für Erziehungswissenschaft der FAU inne.

Häufig wird Verantwortung individualistisch verkürzt oder mit dem Hinweis auf gesellschaftliche Strukturen zurückgewiesen. Vor dem Hintergrund widersprüchlicher Praktiken lassen sich konkrete Verantwortlichkeiten aber nicht rein rational erfassen, sondern müssen von den Verantwortungsträger:innen alltäglich erfüllt werden. So entstehen diverse Verantwortungslandschaften, die der kritischen Mediation bedürfen. Mediation ist notwendig, wenn eine kollektive Verantwortung für den Planeten Erde politisch verwirklicht werden soll. Dieser Workshop präsentiert anschaulich und mit theoretischem Input einen Kurs für Schulen oder Seminare, die bei dem Workshopleiter gebucht werden können.

 

PD Dr. Klaus Geiselhart ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie der FAU.

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Mahnungen wie diese von nordamerikanischen Ureinwohner*innen finden sich in vielen Religionen. Sie weisen darauf hin, dass es bei der Auseinandersetzung um Klima und Umwelt letztlich um die Frage geht, was wir als Sinn und Zweck unseres Lebens und dieser Welt sehen. Spirituelle Einsichten, Werte und Lebenskunst können helfen, aus der Logik des „Immer Mehr“ auszusteigen. Einige Grundgedanken dazu und konkrete Beispiele aus und für den Religionsunterricht werden in dem Workshop zur Diskussion gestellt.

 

Prof. Dr. Manfred Pirner hat den Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Evangelischen Religionsunterrichts an der FAU inne.

Entweder wirtschaftlicher Erfolg, oder Nachhaltigkeit? Lange Zeit standen die beiden Ansprüche an Unternehmen scheinbar im Zielkonflikt. Zu Unrecht. In einem lockeren Austausch gehen wir den vermeintlichen Konflikten und versteckten Synergien auf den Grund. Ziel ist es, die Grundlagen von nachhaltigem Wirtschaften besser zu verstehen und damit besser vermitteln zu können.

 

Klemens Hering ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management der FAU.

Im Rahmen einer Simulation des Sicherheitsrates erlangen Schüler*innen spielerisch Wissen über die Vereinten Nationen und deren nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs) sowie ein Verständnis für internationale Kooperation. Im Workshop können Lehrkräfte anhand des Szenarios zur Klimakrise selbst erleben, wie die Simulation abläuft. Darüber hinaus können Sie sich über das Angebot der DGVN (Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.), unterstützt von der UNSN (United Nations Society Nuremberg e.V.) in der Region Nürnberg informieren. Die UNSN ist als Alumni-Verein der FAU in der politischen Bildung aktiv und führt in diesem Rahmen verschiedene Model United Nations-Seminare durch.

 

Jessica Sandler ist Alumna der FAU, Dorothee Karbe ist 2. Vorsitzende der UNSN (United Nations Society Nuremberg e.V.).

Nach einer Reihe von Hitzesommern und Extremwetterlagen machen sich in Deutschland immer mehr Menschen Sorgen um die Zukunft. Vor allem Kinder und Jugendliche verspüren Angst, aber auch Ohnmacht, Verzweiflung und Wut, wenn sie sich mit dem Klimawandel und seinen Folgen auseinandersetzen. Mit diesen Emotionen kommen sie in die Schule. Was bedeutet das nun für uns als Lehrkräfte? Wieviel Raum und Zeit können und wollen wir dem Thema Klimaangst geben? Wie gehen wir mit unseren eigenen Emotionen um? Dieser Workshop ist in erster Linie als Gesprächsrunde konzipiert. Zur Einführung wird kurz über das Phänomen Klimaangst informiert. Im Anschluss daran wollen wir gemeinsam Möglichkeiten und Lösungsansätze zum Umgang mit Klimaangst im Raum Schule ausloten.

 

Iris Hingler ist Lehramtsstudentin an der FAU, Christel Beck-Zangenberg ist Gymnasiallehrerin, Supervisorin und Coach (DGSv).

Eine demokratische verständigungsorientierte Gesellschaft ist Grundvoraussetzung für soziale Nachhaltigkeit. Sie bedarf der Kompetenz aller Mitglieder, sich gegenseitig in Diversität wertzuschätzen. Das ist nicht immer ganz einfach: Identitätsfragen fordern Jugendliche und junge Erwachsene zunehmend heraus. Identitäre Bewegungen treiben die gesellschaftliche Polarisierung voran. Dieser Workshop besteht im Wesentlichen aus einem Vortrag mit Diskussion, der das Konzept eines kompetenzorientierten Kurses für einen Nachmittag präsentiert.

 

PD Dr. Klaus Geiselhart ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie der FAU.

Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage, wie der Einsatz spielerischer Methoden zur Schaffung positiver Lernerfahrungen im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann. Das Potential wird exemplarisch an einem Serious Game vertieft, das sich mit sozialer Innovation und den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UNESCO auseinandersetzt. Wenn möglich, bitte Smartphone mitbringen.

 

Antonia Schorer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Lern-Innovation der FAU.

Ein Ort der Ruhe und Entspannung.

Hier können Sie sich zurückziehen, ein paar Minuten die Augen schließen und in einer angenehmen Atmosphäre etwas Ruhe tanken.

Der Raum wird in Anlehnung an das im asiatischen, amerikanischen und skandinavischen Raum bereits verbreitete “Snoezelen” gestaltet. Hier geht es darum, die Selbstwahrnehmung und innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu fördern. Das Konzept des Snoezelenraums wurde in Deutschland bisher von den Rehabilitationswissenschaften und der frühkindlichen Bildung aufgegriffen.

 

 

Zum Hintergrund: Das Bildungskonzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Die Klimakrise, auf die im Titel der Veranstaltung verwiesen wird, wird nur stellvertretend für viele große globale Herausforderungen genannt. Tatsächlich sollen an dem Tag zahlreiche und unterschiedliche Aspekte von Nachhaltigkeit & Schule beleuchtet werden. Leitend ist dabei für uns die Berliner Erklärung BNE der UNESCO, welche Deutschland 2021 unterzeichnet hat.

Auszug aus der „Berliner Erklärung BNE“:

UNESCO

„Wir sind davon überzeugt, dass dringend gehandelt werden muss, um die miteinander verknüpften dramatischen Herausforderungen anzugehen, vor denen die Welt steht, insbesondere die Klimakrise, den massiven Rückgang der Artenvielfalt, Umweltverschmutzung, Pandemien, extreme Armut und Ungleichheiten, gewaltsame Konflikte und andere Umwelt-, Gesellschafts- und Wirtschaftskrisen, die das Leben auf unserem Planeten gefährden. Wir sind der Auffassung, dass die Dringlichkeit dieser Probleme (…) einen grundlegenden Wandel erforderlich macht, der uns hin zu einer nachhaltigen Entwicklung führt, die auf einer gerechteren, inklusiveren, achtsameren und friedlicheren Beziehung zueinander und zur Natur gründet. Wir sind zuversichtlich, dass Bildung entscheidend zur positiven Veränderung von Denkweisen und Weltanschauungen beiträgt und alle Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zusammenführen und damit sicherstellen kann, dass die Entwicklungspfade nicht ausschließlich auf Wirtschaftswachstum zu Lasten des Planeten, sondern im Rahmen der Belastbarkeitsgrenzen der Erde auf das Wohl aller ausgerichtet sind. (…) BNE befähigt Bildungsteilnehmerinnen und – teilnehmer, kognitive und nichtkognitive Kompetenzen zu entwickeln wie zum Beispiel kritisches Denken und die Fähigkeit, zu kooperieren, Probleme zu lösen und mit Komplexität und Risiken umzugehen, Resilienz aufzubauen, systemisch und kreativ zu denken und ermöglicht so ihr verantwortungsbewusstes Handeln als Bürgerinnen und Bürger, die damit ihr Recht auf hochwertige Bildung (…) wahrnehmen können.

https://www.unesco.de/sites/default/files/2021-05/Berliner%20Erkl%C3%A4rung%20f%C3%BCr%20BNE.pdf

Ansprechpartnerin FAU: Dr. Katrin Valentin, Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung, katrin.valentin@fau.de

Ansprechpartnerin Stadt Erlangen: Janina Baumbauer, Amt für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt Erlangen, janina.baumbauer@stadt.erlangen.de

 

Anreise:

Adresse: Eichendorffschule Erlangen, Bierlachweg 11, 91058 Erlangen

ÖPNV: Bus 284, H Eichendorffschule // Bus 294, H Buckenhofer Weg // Zug S 1, H Bruck

Fahrrad: Überdachte Abstellmöglichkeiten im Pausenhof

Auto: Öffentliche Parkplätze am S-Bahnhof Bruck // wenige freie Stellplätze der Schule (Lehrkräfteparkplatz)

 

Hinweis:

Sollte es die pandemische Lage nahelegen, die Veranstaltung nicht in Präsenz durchzuführen, so wird eine angepasste
Variante als Online-Veranstaltung stattfinden.

Ihre Daten werden auf Grundlage von Art. 6 DSGVO verarbeitet. Bitte beachten Sie, dass auf der Veranstaltung fotografiert wird. Es liegt im berechtigten
Interesse der Veranstalter (Stadt Erlangen, FAU), gegebenenfalls Fotos Ihrer Person für die Veröffentlichung (Print, Online) zu nutzen.

Datenschutzhinweise zur Veranstaltung „Schule in Zeiten der Klimakrise. Wie gelingt Bildung für nachhaltige Entwicklung“ am 26.11.2022

1. Datenspeicherung
Mit Ihrer Veranstaltungsanmeldung willigen Sie in die Erhebung und Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten (Vorname, Name, Titel, Funktion, Organisation,
Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer, Informationen bezüglich des Veranstaltungsprogramms) zum Zwecke der Abwicklung und Durchführung der Veranstaltung ein.
Wir verarbeiten Ihre Daten nach Artikel 6 Abs. 1 lit. a) der EU-DSGVO auf Basis Ihrer Einwilligung durch die Anmeldung zur Veranstaltung zu folgenden Zwecken:

• Kontaktaufnahme im Rahmen der Abwicklung der Veranstaltung

• Erstellung der Teilnehmer*innenliste und Namensschilder (Name, Vorname, Titel,
Funktion, Institution, Ort) und Weitergabe der Teilnehmer*innenliste an die
Teilnehmenden und Referent*innen

• Erstellung einer Unterschriftenliste zur Überprüfung und Dokumentation der
Teilnahme für den Projektträger

• Ggf. Erstellung von Teilnahmebescheinigungen (Name, Vorname, Institution)
Sie können Ihre Einwilligung jederzeit per E-Mail an umweltbildung@stadt.erlangen.de
widerrufen und der Nutzung Ihrer Daten für die Bewerbung von Veranstaltungen jederzeit
per E-Mail widersprechen.

2. Foto-, Film- und Tonaufnahmen
Wir weisen Sie darauf hin, dass während der Veranstaltung Bild-, Film- und Tonaufnahmen
gemacht werden können, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Erlangen und
der FAU genutzt werden, um im Internet, in Newslettern sowie in Werbebroschüren die
Veranstaltung zu dokumentieren und für künftige Veranstaltungen zu werben. Die Erhebung
und Verarbeitungen solcher Aufnahmen dient der Wahrung unserer berechtigten Interessen
im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO. Sie können der Anfertigung und Nutzung der
Aufnahmen gem. Art. 21 Abs. 1 DSGVO jederzeit widersprechen.

 

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg