BNE-Labor

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Bild: Katrin Valentin

Das BNE-Labor dient dem interdisziplinären Austausch zu theoretische und empirischer Forschung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es haben sich seit seiner Gründung im Mai 2020 mehrere Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten entwickelt. Ist im Rahmen von Bildung für nachhaltige Entwicklung oftmals der große Handlungsdruck leitend und Pragmatismus gefragt, so ist das BNE-Labor der Ort der langwierigen Analysen, der wissenschaftlichen Muse und der mäandernden Verortung der eigenen Arbeit in einem überkomplexen Handlungsfeld.

 

Austausch zu laufenden Forschungsprojekten

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich Lehramt der FAU nutzen das FAU-Labor zum Austausch über aktuelle Forschungsprozesse. In einem interdisziplinären Zusammenschluss mit Akteur/-innen aus der Psychologie, den Geowissenschaften, der Wirtschaftsdidaktik, der Geographiedidaktik, der Religionsdidaktik und der Pädagogik werden die Perspektiven der verschiedenen Disziplinen auf Bildung für nachhaltige Entwicklung ventiliert, forschungspragmatische Abwägungen interkollegial vollzogen und die Erarbeitung von Forschungsanträgen begleitet.

 

BNE im internationalen Diskurs

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FU Berlin, der TU Darmstadt, der Universität Hannover, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der FAU Erlangen-Nürnberg setzen sich mit der Arbeit von Dr. Vanessa Andreotti und Team (University of British Columbia) aus Kanada auseinander. Ausgangspunkt des gemeinsamen Austausches ist das Interesse, ihren Ansatz der “Psychoanalytic Decolonial Critique” in Auseinandersetzung mit aktuellen Theorien, Konzepten und emprischen Arbeiten für den deutschen Diskurs fruchtbar zu machen und ihre Arbeit auf gewinnbringende Impulse für die empirische Forschung bzw. Praxis von Bildung für nachhaltige Entwicklung abzuklopfen.

 

Materialentwicklung und Evaluation

Im formalen Setting schulischer Bildung stehen die Handlungsgewohnheiten von Lehrkräften und Schüler/-innen den Prozessen, die es bedarf, um eine Bildung für nachhaltige Entwicklung zu realisieren, oft entgegen. Diese Spannung konstruktiv zu bearbeiten und praktikable Ansätze und Vorgehensweisen zur Entwicklung von Handlungskompetenzen wissenschaftlich fundiert zu erarbeiten, ist Ziel dieses Arbeitszusammenhanges.

 

Derzeit wird eine Handreichung für Lehrkräfte zum Thema “Wasserknappheit” entwickelt. Der transdisziplinäre Entwicklungsprozess des Materials, bei dem ethische, politische und emotionale Aspekte in Bezug auf das Thema besonders in den Blick genommen werden, wurde im Rahmen der “EUROGEO CONFERENCE” (https://www.eurogeography.eu/conferences/conference-registration/) bereits vorgestellt und in Kürze beim Nürnberg Digital Festival (https://nuernberg.digital/ueber-uns/festival.html) präsentiert. Die Evaluation des Materials ist für das Schuljahr 2021/22 geplant.

 

Bildquellen

  • BNE_labor: Katrin Valentin
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg