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Bild: Marie-Theres Graf

Seit dem 3. Februar 2020 ist es wieder soweit: Die Bewerbung für die Lehr:werkstatt ist gestartet. Ein ganzes Schuljahr voller Praxiserfahrung wartet auf Sie! Informieren Sie sich gerne auf der Homepage und finden Sie ganz einfach über das Matchingtool Ihre/n persönliche/n Mentor/in. Um einen kleinen Einblick in ein Lehr:werkstattjahr zu geben, berichtet eine ehemalige Teilnehmerin exklusiv über ihr lustigstes Erlebnis. Lesen Sie selbst:

Was war mein lustigstes Erlebnis in der Lehr:werkstatt?

Den einen lustigsten Moment meines ganzen Lehr:werkstatt-Jahres herauszusuchen, gestaltet sich tatsächlich etwas schwieriger als erwartet. In diesem Jahr habe ich so viele erinnerungswürdige Erfahrungen machen dürfen und es verging eigentlich kein Tag, an dem nicht etwas Witziges passiert ist. Ob ein Schüler aus meiner 5. Klasse ein Gedicht geschrieben hat und im ersten Moment gar nicht realisiert hat, warum es zum Schießen ist. Ob ein Schüler meiner 12. Klasse am vorherigen Tag ein paar Waffeln zu viel gebacken hatte und am nächsten Tag etwa 50 Stück für den ganzen Kurs mitgebracht hat. Oder ob wir gemeinsam einen Ausflug ins Kino unternommen haben und eine Schülerin ihren Schlüssel im Saal liegen ließ, sodass die ganze Klasse hochbegeistert im Gänsemarsch zurückspazieren durfte.

Ich glaube allerdings, dass sich der mit Abstand lustigste Moment auf einem Ausflug im Mai letzten Jahres ereignet hat. Meine Mentorin, die Geographielehrerin meiner 5. Klasse, und ich machten uns mit den 25 Schülerinnen und Schülern auf den Weg, um in einem Wald nach Wasserquellen zu suchen und Bodenproben zu nehmen. Die Geographielehrerin erklärte zuerst, wie das Gerät, mit dem Bodenproben genommen werden sollten, funktioniert und anschließend durften abwechselnd einzelne Teams an verschiedenen Stellen Bodenproben entnehmen. Als schließlich das Team an der Reihe war, in dem sich die Schülerin mit den besten Noten und eines der fleißigsten Kinder der Klasse befand, passierte es. Die Gruppe zeigte stolz ihre Probe und die Geographielehrerin identifizierte es als Lehm. Daraufhin meinte die Lehrerin vollen Ernstes zu besagter Schülerin, dass sie doch einmal an der Bodenprobe lecken sollte, da Lehm scheinbar wie Seife schmecke. Der Gesichtsausdruck der Schülerin hätte fotografiert werden sollen, so witzig war dieser anzuschauen! Eine Mischung aus Verwirrung, Ekel und Neugier zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Dieser wurde nur noch verschlimmert, als die Lehrerin an der Lehmprobe selbst leckte und mit ernster Miene meinte: „Siehst du, sag ich doch! Wie Seife.“ Die Schülerin wandte sich daraufhin mit einem lautstarken „BÄH!“ ab und wir Lehrerinnen sowie die Klasse als Ganzes hat sich köstlich amüsiert. Jedenfalls hat das Vorbild der Lehrerin zumindest einige Jungs der Klasse dazu animiert, selbst an dem Lehm zu lecken, und die Schülerin wusste gar nicht, wie ihr geschieht. Zuletzt hat sie doch selbst ein Stück ihrer Lehmprobe gekostet und bestätigt: „Ach, so schlimm war es doch gar nicht!“ Mit Schülerinnen und Schülern wird auf jeden Fall es nie langweilig – und man hat nach jedem Tag etwas Neues zu berichten.

 

 

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