BAS!S-Jahrestagung 2022: Professionalisierung durch Kooperation

Bild: FAU mit Grafik von COLOURBOX

Intra- und interdisziplinäre Kooperation – Problem und Belastung oder eine Ressource schulischer Inklusion?

Durch Inklusion steigt die Heterogenität der Schülerschaft und das pädagogische Personal erweitert und verändert sich in seiner Zusammensetzung. Die Kooperation zwischen Lehrkräften, mit anderen Fachkräften innerhalb und außerhalb der Schule, mit Erziehungsberechtigten und Schüler*innen ist eine Gelingensbedingung für schulische Inklusion.

Viele Lehrkräfte nehmen Kooperation als arbeitsintensiv wahr und assoziieren diese mit belastendem Mehraufwand. Gelebte Kooperation bedeutet aber auch geteilte Verantwortung, gegenseitige Entlastung und gesteigerte Qualität der pädagogischen Arbeit aufgrund von Synergieeffekten.

Die BAS!SJahrestagung 2022 liefert Impulse und Denkanstöße aus Wissenschaft und Praxis, wie Professionalisierung durch Kooperation gelingen kann.

 

BAS!S-Jahrestagung 2022: Professionalisierung durch Kooperation

 

Freitag, 20. Mai 2022, 13:00-18:00 Uhr

 

Campus Regensburger Straße
Regensburger Str. 160
90478 Nürnberg

Raum: HS 1.041

 

Sie haben die Wahl:  Sie können sich für die Keynote und einen Workshop aus Workshop-Phase A und einen Workshop aus Workshop-Phase B anmelden.

Die Anmeldung zu den Workshops ist verbindlich! Wenden Sie sich per Mail an uns, wenn Sie Ihre Auswahl nachträglich ändern möchten.

 

Anmeldeschluss: 08. Mai 2022

 

In Innenräumen gilt bis auf weiteres die Pflicht zum Tragen einer Maske. Eine medizinische Schutzmaske („OP-Maske“) wird als Mindeststandard vorausgesetzt. Um Ihren Eigenschutz zu erhöhen, empfehlen wir eine FFP2-Maske.

 

FIBS-Aktenzeichen: E114-ZLB/22/7

 

Programm zum Download

Zeit Programmpunkt
10:00 - 12:00 Uhr Internes Treffen der BAS!S-Standorte
13:00 - 13:30 Uhr Grußworte und öffentlicher Tagungsbeginn
13:30 - 13:45 Uhr Eckpfeiler der Hochschullehre in BAS!S
Prof. Dr. Christoph Ratz, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
13:45 - 14:30 Uhr Keynote: "Mach, dass der in Mathe besser wird..." - Kooperative Arbeitsbeziehungen zwischen sonderpädagogischen und Grundschullehrkräften
Prof. Dr. Vera Moser, Goethe-Universität Frankfurt am Main
14:30 - 15:00 Uhr Pause und Gelegenheit zur Vernetzung
15:00 - 16:00 Uhr Workshop-Phase A
16:00 - 16:30 Uhr Pause und Gelegenheit zur Vernetzung
16:30 - 17:30 Uhr Workshop-Phase B
17:30 - 17:45 Uhr Verabschiedung

Veranstalter: AK Inklusion des Zentrums für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

 

Grußworte von

  • Prof. Dr. Bärbel Kopp, Vizepräsidentin Education der FAU Erlangen-Nürnberg
  • Anna Stolz, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  • Kerstin Wollenschläger, MRin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Eckpfeiler der Hochschullehre in BAS!S – eine Vorstellung des Projekts BAS!S – Prof. Dr. Christoph Ratz, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

 

 

Keynote

Referentin: Prof. Dr. Vera Moser, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Bild: privat

Veranstaltungsort: Regensburger Straße 160, 90478 Nürnberg, HS 1.041

Zeit: 13:45 – 14:30 Uhr

Das Forschungsprojekt “Förderpädagogische Lehrkräfte in inklusiven Settings” (gefördert vom BMBF) untersuchte den Einsatz sonderpädagogischer Lehrkräfte in inklusiven Grundschulen in einem Mixed-Methods-Design auf verschiedenen Ebenen des Schulsystems (Schulaufsicht, Schulleitungen, sonderpädagogische Lehrkräfte). Mit den Lehrkräften wurden Leitfrageninterviews zum Berufsalltag in der Schule, Aufgaben und Zuständigkeiten sowie Zuständigkeitsverteilungen und Absprachen mit Regelschullehrkräften, beruflichen Praktiken und der Wahrnehmung der eigenen Rolle in der Grundschule geführt. In der Auswertung fanden sich nicht nur kaum außengesteuerte Vorgaben für ihren Einsatz, sondern darüber hinaus zwei bottom up entwickelte Typen sonderpädagogischer Profession: ein expertise- und ein beziehungsorientierter Habitus. Diese Ergebnisse werden in Bezug auf die Entwicklung inklusiver Schulen diskutiert.

Frau Prof. Dr. Vera Moser ist Stiftungsprofessorin für Inklusionsforschung an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2020 ist sie Vertrauensdozentin der Hans-Böckler-Stiftung.

 

Workshops

Bild: Diakoneo/Kdör

Titel: „Verpiss dich, Alter – ich will mit Dir zusammenarbeiten!“ – Die Herausforderung der Kooperation in den Grenzbereichen der Pädagogik aus schulischer Gelingensperspektive

Referent: Uli Harms, SoR

Zeit: Workshop-Phase A (15:00 – 16:00 Uhr)

Oppositionelles Verhalten, Störung des Unterrichts, Respektlosigkeit… so habe ich mir mein Dasein nicht vorgestellt. Welche Möglichkeiten haben wir, daran etwas zu ändern? Ein Besinnen auf die eigene Motivation und Grundhaltung, die uns zu Pädagog*innen haben werden lassen, kann ermutigen, neue Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Uli Harms ist Referent und Autor im Kontext „Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung“. Er ist ist derzeit tätig in der Schulleitung eines Sonderpädagogischen Förderzentrums.

Bild: privat

Titel: Ein Team auf Augenhöhe – Kooperation an einer Schule mit Schulprofil Inklusion

Referentinnen: Sylvia Stahlmann, StRin FS und Ellen Glocker, StRin FS

Zeit: Workshop-Phase A (15:00 – 16:00 Uhr)

Das Aufgabenfeld Inklusion beinhaltet die Kooperation mit verschiedenen Beteiligten. Im Workshop stellen wir – zwei Sonderpädagoginnen – unsere Arbeit und die Aufgaben an einer Schule mit Schulprofil Inklusion vor. Neben Klärung der schulrechtlichen Grundlagen berichten wir vom Alltag vor Ort und gehen auf Chancen und Grenzen ein.

Ellen Glocker und Sylvia Stahlmann sind seit dem Schuljahr 2020/21 an der Grund- und Mittelschule mit Schulprofil Inklusion in Neuendettelsau eingesetzt. Außerdem arbeiten sie beide als Klassenleitungen am ortsansässigen Förderzentrum.

Bild: privat

Titel: WiPra-Lehre an der FAU: Kooperation und Transferbrücke Praxis

Referentin: Dr. Klaudia Kramer (Dipl.-Psych.), FAU Erlangen-Nürnberg

Zeit: Workshop-Phase A (15:00 – 16:00 Uhr)

Die neu entwickelte WiPra(Wissenschaft und Praxis)-Veranstaltung „Schule: Lebensraum zwischen Flow und Belastung“ umfasst Themen wie Depression, Stress, Lehrkräftegesundheit, Prüfungsangst und ADHS. Alle Themen werden aus wissenschaftlicher sowie schulpraktischer Perspektive beleuchtet. Die asynchrone Konzeption erlaubt individuelles Lernen, das im E-Portfolio reflektiert wird. Präsenzveranstaltungen fördern Austausch und Kooperation – mit Blick auf multiprofessionelle Teams in der Schule. Die Veranstaltung könnte perspektivisch für die spätere Lehrkräftebildung geöffnet werden. Im Workshop werden Konzept und Inhalte vorgestellt; Möglichkeiten einer Öffnung für Phase 2 und 3 der Lehrkräftebildung sollen erarbeitet werden.

Dr. Klaudia Kramer ist Dozentin für Psychologie im Lehramt am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Bereich Motivation, Lernkompetenzen und Medienkompetenz.

Bild: Michael Schober

Titel: Schulstarthelfer – Den Ausgleich von Bildungschancen und die Teilhabe von Kindern, den Übergang von Frühförderung in die Schule begleiten – Netzwerkarbeit

Referenten: Norbert Hanke, Dipl.-Soz.päd. und Philip Minkenberg, Heilpädagoge und Schulstarthelfer

Zeit: Workshop-Phase A (15:00 – 16:00 Uhr)

Seit 2016 bietet der Fachdienst „Schulstarthelfer“ seine Unterstützung für interessierte Frühförderfamilien und Kinder an. Dabei werden die Kinder aus der Frühförderung der Lebenshilfe Nürnberger Land im Übergang in die Schule unterstützt. Der Schulstarthelfer arbeitet im Netzwerk mit über 30 Schulen im Nürnberger Land zusammen.

Norbert Hanke leitet seit 1980 die interdisziplinäre Frühförderstelle in Lauf.
Philip Minkenberg arbeitet seit 2015 im Projekt Schulstarthelfer.

Bild: privat

Titel: Berufsvorbereitungsjahr – Wohin mit mir? Innerschulische und außerschulische Kooperation in der beruflichen Vorbereitung

Referentin: Christina Gast, StRin FS

Zeit: Workshop-Phase A (15:00 – 16:00 Uhr)

SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben einen erhöhten Unterstützungsbedarf am Übergang zwischen Schule und Beruf.
Am Beispiel einer Klasse im Berufsvorbereitungsjahr wird die Zusammenarbeit zwischen innerschulischen und außerschulischen Kooperationspartnern und Arbeitsmethoden vorgestellt, welche die SchülerInnen dabei unterstützen, eine individuell passende Berufswahl zu treffen und erfolgreich in eine Ausbildung starten zu können

Christina Gast ist Studienrätin im Förderschuldienst an einer Berufsschule mit Förderschwerpunkt “Körperliche und motorische Entwicklung” und dort besonders im vorberuflichen Bereich tätig.

 

Bild: FAU/Guilia Iannicalli (oben), Rainer Müller (unten)

Titel: Inklusion professionell an beruflichen Schulen verankern – Das Zweitfach „Sonderpädagogik“ in der Wirtschafts-/Berufspädagogik als kooperative Maßnahme der Lehrkräftequalifizierung der FAU Erlangen-Nürnberg und Universität Würzburg

Referentinnen: Prof. Dr. Nicole Kimmelmann, FAU Erlangen-Nürnberg und Anja Schölch, OStRin

Zeit: Workshop-Phase B (16:30 – 17:30 Uhr)

Der Workshop greift Inklusion an beruflichen Schulen als zentrale Herausforderung aktueller Lehrkräftequalifizierung in der ersten Phase der Lehrerbildung anhand von zwei Fragen auf:

  • Welche Rolle nehmen Lehrkräfte der Wirtschafts-/Berufspädagogik in der Umsetzung von Inklusion ein?
  • Welches interdisziplinäre Kompetenzprofil ist hierfür notwendig?

Hierzu werden Einblicke in die Berufsbildungspraxis gewährt; das von der Universität Würzburg in Kooperation mit der FAU angebotene Zweitfach „Sonderpädagogik“ wird in seiner Modulstruktur und didaktischen Umsetzung exemplarisch vorgestellt. Interaktive Elemente binden die Teilnehmenden mit ihren Positionen und Fragen ein.

Prof. Dr. Nicole Kimmelmann ist Professorin für Wirtschaftspädagogik an der FAU Erlangen-Nürnberg. Anja Schölch ist als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Würzburg an der Fakultät für Humanwissenschaften eingesetzt.

Bild: Frank Telenga

Titel: Ambulante Hilfen in der Praxis – Chancen und Möglichkeiten für Kooperationen in Alltag und Schule

Referentin: Aljona Schreiber, Soz.päd B.A.

Zeit: Workshop-Phase B (16:30 – 17:30 Uhr)

In diesem Workshop wird der Fachbereich der Ambulanten Hilfen (im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe) mit den dazugehörigen Angeboten und Aufgaben vorgestellt.

Dies beinhaltet die Beratung, Unterstützung, Förderung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien bei unterschiedlichen Schwerpunkten im Alltag und der Schule.
Anhand von praxisnahen Fallbeispielen werden die Möglichkeiten und Chancen der Arbeit der Ambulanten Hilfen insbesondere in Kooperation mit den Schulen gemeinsam erarbeitet und diskutiert.

Aljona Schreiber hat Soziale Arbeit an der FHWS in Würzburg studiert und ist seit 2012 in der Jugendhilfe und bei den Ambulanten Hilfen im Kastanienhof Ansbach tätig. Systemische Beratung und sozialpädagogische Familienhilfe – insbesondere für Jugendliche – gehören zu ihren Arbeitsschwerpunkten. Sie ist lizensierte Fit-for-Life-Trainerin für soziale Gruppentrainings im Grundschulalter und Medien-Beauftrage mit Beratungsschwerpunkt Social-Media.

Bild: Michael Hielscher

Titel: Stärke statt Macht! – Die kooperative Umsetzung des Konzepts der neuen Autorität von Haim Omer an der Johann-Heinrich-Pestalozzi Schule in Ansbach

Referentinnen: Annette Volland, Fachlehrerin E/G und Kristina Fleckenstein, StRin FS

Zeit: Workshop-Phase B (16:30 – 17:30 Uhr)

Was besagt das Konzept der Neuen Autorität? Warum kann es nur als Team gelingen?

Wir stellen vor, wie das Konzept an unserer Schule, der Johann-Heinrich-Pestalozzi Schule in Ansbach, gelebt wird und auf welche Stolpersteine wir bei der Umsetzung gestoßen sind. Wie wirkt es sich auf unser Schulklima und den Umgang mit herausforderndem Schülerverhalten aus?

Kristina Fleckenstein ist Lehrerin an der Johann-Heinrich-Pestalozzi Schule in Ansbach, einem sonderpädagogischen Förderzentrum. In diesem Schuljahr arbeitet sie im mobilen sonderpädagogischen Dienst sowie in der Beratung (Beratungslehrer, Beraterteam Psychiatrie und Schule).
Annette Volland ist als Fachlehrerin an der Johann-Heinrich-Pestalozzi Schule in Ansbach in allen Jahrgangsstufen eingesetzt.

Bild: privat

Titel: „Also es bedarf da a ganz ganz großer Absprache einfach.“ – Kooperationen im Kontext DaZ

Referentinnen: Dr. Yvonne Hörmann, BerRin an der MB-Dienststelle für Realschulen in Mittelfranken und Prof. Dr. Magdalena Michalak, FAU Erlangen-Nürnberg

Zeit: Workshop-Phase B (16:30 – 17:30 Uhr)

Sprachliche Förderung am Übergang zwischen einer Deutschklasse und dem Regelunterricht kann nur dann gelingen, wenn mehrere Institutionen und Personen der Schulfamilie eng miteinander kooperieren. In dem Beitrag wird derartige Zusammenarbeit am Beispiel des an bayerischen Realschulen etablierten Modellprojektes SPRINT (SPRachförderung INTensiv) aus zwei Perspektiven beleuchtet: Zum einen wird das Konzept aus der schulischen Sicht vorgestellt, zum anderen werden die Ergebnisse der Evaluation des Projektes hinsichtlich der vorhandenen Kooperationen zur Diskussion gestellt.

Dr. Yvonne Hörmann leitet das Kompetenzzentrum Integration und ist Sachbearbeiterin, beides an der MB-Dienststelle für Realschulen in Mittelfranken; ihr Schwerpunkt ist die Leseförderung, insbesondere mit Blick auf Concept Maps.
Prof. Dr. Michaela Michalak ist Inhaberin des Lehrstuhls für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache an der FAU Erlangen-Nürnberg. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Bereich Spracherwerb und -vermittlung, Sprachförderung und insbesondere sprachbewusster Fachunterricht.

Bild: privat

Titel: „Kooperieren üben“ – Möglichkeiten der Vorbereitung auf die multiprofessionelle Kooperation in der zweiten Phase der Lehrerausbildung

Referent*innen: Heiko Maar, SemR und Stefanie Ott, SemRin

Zeit: Workshop-Phase B (16:30 – 17:30 Uhr)

Durch die Veränderung der Schülerschaft und der zwingenden Kooperation mit verschiedenen Professionen verändert sich auch der Beruf des Lehrers / der Lehrerin. Dies hat auch Auswirkungen auf die Ausbildung von Lehramtsanwärter*innen und Referendar*innen.

Wir erzählen von den durchgeführten Kooperationstagen im Seminar, um somit die Kooperation schon in der Ausbildung anzubahnen und positive Erfahrungen zu schaffen.
Welche konkreten Ziele sollen durch diese Seminartage erreicht werden? Wo gibt es Chancen und Grenzen?

Heiko Maar ist Seminarrektor an der Mittelschule Uffenheim.
Stefanie Ott ist Seminarrektorin am Sonderpädagogisches Förderzentrum in Ansbach und zuständig für den Förderschwerpunkt Sprache.

 

Bei Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an: Birgit Fischer

Inhaltliche Fragen richten Sie an: Anna Eberhardt oder Andrea Heinlein

 

 

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg